Biolit – das feine Urgesteinsmehl

Basisch-silikatisches Diabas-Vulkangesteinsmehl vom Hartsteinwerk Kitzbühel. Reich an Mineralien und Spurenelementen, mit belegter Analytik – für Boden, Gülle und Blattspritzung.

Junge Pflanze aus dem Steinbruch Kitzbühel mit einem Wurzelwerk, das länger ist als die Pflanze selbst
Aus dem Steinbruch in Kitzbühel: Der Wurzelballen ist länger als die Pflanze darüber – gewachsen im nackten Gestein, ohne Humus.
90 % < 80 µm
Mahlfeinheit FEIN plus
pH 8,4
basisch-silikatisch
48 % SiO₂
Kieselsäure (Median aus 30 Proben)
seit 1955
bewährtes Gestein

Die Biolit-Familie

Ein Gestein, vier Mahlgrade. Welchen Sie brauchen, entscheidet sich nicht am Preis, sondern am Einsatzort: Je feiner das Mehl, desto größer die wirksame Oberfläche – je gröber, desto länger der Depot-Effekt im Boden.

Stall · Gülle · Boden

BIOLIT FEIN plus

0–80 µm, mit bioaktiven Milchsäurebakterien. Das Arbeitspferd: Durch die Feinheit haftet es an den Kotpartikeln, sinkt in der Gülle nicht ab und löst Schwimmdecken auf.

Auch als FEIN (gleiche Körnung, ohne Mikroorganismen) erhältlich. Lose im Silozug, als BigBag oder als Sackware.

Blattspritzung

BIOLIT ULTRAFEIN plus

Extrem fein – 80 % der Körner sind kleiner als 0,01 mm. Dadurch spritzfähig: Es lagert sich nicht ab, verstopft die Düsen nicht und klebt nicht. Für die Blattbehandlung im Acker-, Obst-, Wein- und Hopfenbau.

Wichtig: immer zuletzt und langsam in den Tank geben, Rührwerk laufen lassen, Spritze danach durchspülen. Der Bezug setzt eine abgeschlossene Qualifizierung voraus.

Streuen · Depot

Vulkansand

Gröberer Vulkansand (0–2 mm), pH 8,4. Zum Streuen mit dem Groß­flächen- oder Feuchtkalkstreuer – für die mehrjährige Remineralisierung von Grünland, Acker, Gemüse-, Obst- und Weinbau.

Depot-Effekt: wirkt über Jahre nach. Vorsicht beim Streuen in wachsende Bestände – die gröberen Körner können Blattschäden verursachen.

Grundversorgung

VGM Klassik

Vulkangesteinsmehl aus der Absaugung (0,19 mm) – die günstige Variante für die großflächige Grundversorgung, etwa im Forst oder zur Bodenverbesserung.

Nur lose im Silozug lieferbar.

Was dieses Gestein besonders macht

Biolit ist kein reiner Diabas. Im Bruch bei Kitzbühel liegen zwei Gesteine unmittelbar beieinander: der grünliche Grünstein – umgewandelte vulkanische Lava – und die rotbraunen vulkanischen Aschen, die sich in Schichten darüber abgelagert haben.

Beides wird gemeinsam abgebaut und vermahlen. Die Aschen sind weicher und poröser als der Grünstein und bringen eine andere Mineralzusammensetzung mit. Diese Mischung gibt es in dieser Form bei kaum einem anderen Werk – die meisten Anbieter mahlen reinen Diabas.

Auf dem Bild rechts ist die Grenze gut zu sehen: unten der grüngraue Grünstein, darüber die rotviolette, blättrig zerfallende Aschenschicht.

Gesteinsblock im Steinbruch: unten grüngrauer Grünstein, darüber rotviolette vulkanische Aschen
Grünstein und vulkanische Aschen in einem Block – Steinbruch Kitzbühel.
Warum das für den Boden zählt: Pflanzen im Bruch wachsen ohne jeden Humus, allein im zerbrochenen Gestein – und bilden dabei ein Wurzelwerk aus, das länger ist als der Trieb darüber (Foto oben). Was die Wurzeln dort holen, sind die Mineralien aus genau diesem Material. Nichts anderes bringen Sie mit Biolit auf Ihre Flächen.

Anwendung & Menge – nach Einsatzbereich

Die Mengen sind Richtwerte aus der Praxis. Was für Ihren Betrieb passt, hängt von Gülleart, Grubengröße und Boden ab – das rechnen wir gemeinsam durch.

BereichProduktMengeHinweis
Im StallFEIN plus0,5–1,0 kg je GVE und Tag Als Einstreu in Hoch- und Tiefboxen, auf Gummimatten, in Kompostställen, Mistkellern, auf Spaltenböden.
GüllebehandlungFEIN plusRindergülle: 2–4 t je 100 m³ Wird direkt vom Silozug in die Grube eingeblasen (ab halbvoller Grube möglich). Bindet Stickstoff und Geruch, löst Schwimmdecken, macht die Gülle homogen und fließfähig – Wasserzugabe kann entfallen.
FEIN plusSchweinegülle: 1–2 t je 100 m³
FEIN plusBiogas-Gärreste: 1–2 t je 100 m³
BiogasanlageFEIN plus1 % der Trockenmasse in die Fütterung Verbessert die Prozessstabilität in jeder Stufe. Angegebene Mengen nicht überschreiten.
GrünlandSANDILIT medium3–5 t/ha Ganzjährig möglich. Alternativ behandelte Gülle mit 10–12 m³/ha ausbringen.
AckerbauSANDILIT medium3–5 t/ha Grundversorgung des Bodens.
ULTRAFEIN plus3–5 kg/ha, 3–4 Anwendungen Blattbehandlung in der Vegetationsperiode – gut bei Raps, Zuckerrübe, Weizen, Mais, Kartoffel. Kombinierbar mit dem üblichen Pflanzenschutz, mit EM, Huminsäuren oder Spurennährstoffen.
Obst · Wein · HopfenSANDILIT medium3–5 t/ha im Herbst Zur Bodenverbesserung.
ULTRAFEIN plus3–5 kg/ha (Hopfen 7–10 kg/ha) Blattbehandlung mit der üblichen Wassermenge.
Gemüse & GartenFEIN plus200–400 g/m² (Boden) Leicht einarbeiten. Schwachzehrer 200 g/m², Mittelzehrer 300 g/m², Starkzehrer 400 g/m², lückiger Rasen 500 g/m².
ULTRAFEIN plus1 Esslöffel je Liter Spritzbrühe Blattspritzung im Hausgarten.
ForstSANDILIT medium / FEIN plus / VGM Klassik1–2 t/ha Bessere Mineralversorgung der Waldböden, widerstandsfähiger gegen Käferbefall. Zum Einblasen aus dem Silowagen eignen sich SANDILIT fein oder VGM Klassik.

Stand der Anwendungsempfehlungen: 09/2023. Ausführliche Unterlagen und die vollständige Empfehlungstabelle senden wir Ihnen gern zu.

Warum die Feinheit zählt

Je feiner das Gesteinsmehl, desto größer die wirksame Oberfläche und desto besser bleibt es in der Gülle in Schwebe. Gröbere Steinmehle (z. B. Füller- oder Absaugmaterial) sinken schneller ab.

Unser Gülle-Halteversuch zeigt genau diesen Unterschied: Biolit haftet durch seine Mahlfeinheit zuverlässig an den Kotpartikeln.

Bildstrecke Halteversuch Ihre Vergleichsfotos (Glas mit / ohne Biolit über mehrere Tage) kommen hierher – die Aufnahmen liegen schon vor.

Typische Einsatzbereiche

  • Gülle aufwerten, Geruch mindern, Stickstoff binden
  • Boden remineralisieren, Bodenleben fördern
  • Einstreu & Stallhygiene
  • Blattspritzung (Ultrafein) zur Pflanzenstärkung

Zahlen statt Versprechen

Alle Werte stammen aus unabhängigen Laboruntersuchungen (Körnungslinien nach ÖNORM B 4412 und BET-Oberflächen nach DIN 66131: BauLab, Kramsach 2018; Geochemie: Ingenieurbüro Unterweissacher 2018, 30 Mischproben).

So fein ist Biolit wirklich – die Körnungslinien

0 %25 % 50 %75 % 100 % 2 µm6 µm 20 µm63 µm 200 µm Korndurchmesser (logarithmisch) Massenanteil der Körner, die kleiner sind als …
Biolit ULTRAFEIN plus (100 % feiner als 63 µm)  ·  Biolit FEIN plus (85,4 % feiner als 63 µm)  ·  marktübliches Diabas-Urgesteinsmehl zum Vergleich (58,0 % feiner als 63 µm). Je höher die Kurve, desto feiner das Mehl. Bei 20 µm liegt Biolit FEIN plus bei 47,9 % – das Vergleichsmehl bei 24,4 %: knapp doppelt so viel Feinstanteil.

Gleiches Gewicht, mehr Volumen

1.000 kg 1.000 kg Vergleichs-Urgesteinsmehl Biolit fein 1 Schaufel wiegt mehr ≈ 30 % mehr Volumen je Tonne + 30 %
Dreimal nachgewogen (gleiche Gefäße, randvoll): Das Vergleichsmehl war je Volumen 22–23 % schwerer. Umgekehrt heißt das: Aus einer Tonne Biolit fein werden rund 30 % mehr Volumen – Sie streuen, mischen und behandeln also deutlich mehr Fläche und Gülle mit demselben Gewicht. Ein reiner Preisvergleich je Tonne führt deshalb in die Irre.

Innere Oberfläche (BET, gemessen)

FEIN plus 2,98 m²/g ULTRAFEIN plus 7,16 m²/g gemessen nach DIN 66131 (BauLab, 2018)
Die BET-Messung erfasst die gesamte innere und äußere Kornoberfläche – dort finden Nährstoffbindung und Bodenchemie statt. Zum Greifen: 1 kg ULTRAFEIN plus hat rund 7.160 m² Oberfläche – ungefähr ein Fußballfeld. Genau dafür lohnt sich der Aufwand des feinen Mahlens: mehr Oberfläche je Kilo bedeutet mehr Bindungsplätze für Stickstoff und schnellere Verfügbarkeit der Mineralien im Boden.

Chemische Analyse (Hauptoxide)

Median aus 30 Mischproben, Röntgenfluoreszenz (FUS-XRF), Bericht Unterweissacher 07/2018.

BestandteilGehalt
Kieselsäure (SiO₂)47,97 %
Tonerde (Al₂O₃)14,73 %
Eisenoxid (Fe₂O₃)12,89 %
Magnesiumoxid (MgO)≈ 6,0 %
Kalziumoxid (CaO)4,03 %
Natriumoxid (Na₂O)2,96 %
Kaliumoxid (K₂O)1,64 %
Phosphat (P₂O₅)0,47 %
Manganoxid (MnO)0,16 %

Dazu ein breites Spektrum an Spurenelementen. Die Schwermetallgehalte liegen laut Gutachten im Bereich einer geringen geogenen Hintergrundbelastung.

Mineralogische Analyse

Auswertung folgt Die aktuelle mineralogische Analyse (Hartsteinwerk Kitzbühel) wird gerade neu erstellt – wir stellen sie hier ein, sobald sie vorliegt.

Diabas ist ein vulkanisches Ganggestein; seine Mineralien (u. a. Feldspäte, Pyroxene, Chlorit) verwittern im Boden unterschiedlich schnell und geben ihre Nährstoffe gestaffelt frei.

Zulassungen & Nachweise zum Download

Weitere Analysen und Datenblätter ergänzen wir laufend. Aktuelle FiBL-Listungen finden Sie zudem in der offiziellen FiBL-Betriebsmittelliste.

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