Kot und Harn getrennt vom Tier, wochenlang unter Luftabschluss zusammengerührt – diesen Zustand hat kein Ökosystem je vorgesehen. Was in der Grube abläuft, ist kein natürlicher Vorgang, sondern ein menschgemachter Fäulnisprozess. Und genau deshalb kann man ihn auch umdrehen.
Ein Rind auf der Weide macht seit Jahrtausenden dasselbe wie ein Rind im Stall. Der Unterschied liegt nicht am Tier – er liegt darin, was danach mit den Ausscheidungen geschieht.
Kot fällt auf den belebten Boden. Sauerstoff ist da, Bodenlebewesen sind da.
Kot und Harn zusammen, ohne Sauerstoff, monatelang, oft noch mit Wasser verdünnt.
Getrennt wären beide unproblematisch. Zusammen im Sauerstoffmangel beginnt Fäulnis statt Verrottung.
Das Enzym stammt aus den Fäulnisbakterien selbst. Es zerlegt den Harnstoff zu Ammoniak (NH₃) und CO₂.
Ammoniak ist flüchtig. Was in die Luft geht, fehlt auf dem Feld – und Sie kaufen es als Mineraldünger nach.
Das anaerobe Milieu ist der ideale Lebensraum für genau die Keime, die man nicht auf dem Grünland will.
Die Gülle geht aufs Feld, das Futter wächst darauf, das Tier frisst es. Der Kreis schließt sich – mit der falschen Biologie.
Fäulnisbedingungen begünstigen genau die Bakteriengruppen, die in einem gesunden, sauerstoffreichen Boden keine Chance hätten:
Sie gelangen mit der Gülle auf die Fläche, von dort ins Futter, von dort in den Pansen – und über den Mist wieder in die Grube. Wer diese Schleife nicht unterbricht, füttert sie immer weiter. Genau deshalb ist Güllebehandlung für uns kein Zusatzprodukt, sondern der Anfang von allem.
Ammoniakverluste sind kein ökologisches Randthema – sie sind ein betriebswirtschaftlicher Posten. Jedes Kilo Stickstoff, das aus der Grube in die Luft geht, ist Dünger, für den Sie bereits Futter bezahlt haben und den Sie am Ende ein zweites Mal einkaufen.
Dazu kommt der Rest: Geruch in der Nachbarschaft, schlechte Stallluft für Mensch und Tier, Schwimmdecken und Sinkschichten, die gerührt werden wollen, und eine Gülle, die auf dem Blatt verätzt statt zu düngen.
Der Gesetzgeber sieht das inzwischen genauso: Die Düngeverordnung und die TA Luft bewerten Ammoniak als Luftschadstoff, die Vorgaben zur bodennahen Ausbringung sind die Folge. Wer seine Gülle behandelt, erfüllt diese Anforderungen nicht widerwillig – er verdient daran.
Eine behandelte Gülle riecht dumpf-erdig statt stechend, ist dunkel und homogen und lässt sich ohne stundenlanges Rühren ausbringen.
Man kann Fäulnis nicht wegrühren und nicht wegspritzen. Man muss ihr die Grundlage entziehen: den Stickstoff binden, bevor er ausgast, und das Milieu von Fäulnis auf Gärung umstellen. Dafür greifen bei uns drei Bausteine ineinander.
Die Huminsäuren binden entstehendes Ammoniak zu Ammonium-Humaten. Der Stickstoff kann nicht mehr ausgasen – er bleibt im Dünger und kommt pflanzenverfügbar auf dem Feld an.
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Unter laufendem Rührwerk zugeben, auf mehrere Gaben bei verschiedenen Füllständen verteilen.
Mit Mikroorganismen die Gärung in Gang bringen. Die Gülle wird dunkel, homogen und fließfähig.
Stickstoff gebunden, Keimdruck gesenkt, Geruch weg. Der Dünger kommt dort an, wo Sie ihn bezahlt haben.
Welche Kombination und welche Menge für Ihren Betrieb sinnvoll ist, hängt von Grubengröße, Tierbesatz, Einstreu und Fütterung ab. Das besprechen wir am besten persönlich – eine pauschale Empfehlung wäre unseriös.
Erzählen Sie uns kurz von Ihrem Betrieb – Tierzahl, Grubengröße, Einstreu, aktuelle Probleme. Wir sagen Ihnen, womit wir anfangen würden und was das kostet. Ohne Vertragsbindung und ohne Abo.